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Mit verteilten Backupdaten Ressourcen besser nutzen und die Umwelt entlasten

Die Sicherheit von Backups ist ein wichtiger Punkt für jedes Unternehmen – egal wie groß. DATIS von Inspeere will mehr Sicherheit und Schutz für unternehmenskritische Daten mit dem Peer-Ansatz erreichen. Das französischen Startup verspricht zudem, mit seinem Ansatz den Investitionsaufwand und ökologischen Fußabdruck von Unternehmen zu reduzieren. Der Ansatz ist nicht neu, und anders als Storage im Web3 braucht DATIS keine Cryptowährung.

DATIS verteilt Datenfragmente über verschiedene Standorte.

DATIS verbindet verteilte Speicher miteinander. Für die Ablage werden die Daten komprimiert, verschlüsselt (AES256) und fragmentiert. Die Fragmente werden auf verschiedene Speicherplätze verteilt. DATIS Storage-Ansatz ist vergleichbar mit einem Peer-to-Peer-Netzwerk.

Für die Komprimierung und das Encoding setzen die Franzosen auf ZFS. Mit SPLIT-IT, SAVVY und DATASMOOTH wurden Netzwerk-Mechanismen ergänzt für das Loadbalancing, die Verteilung der Datenströme und die effizientere Nutzung vorhandener Bandbreite. Letztlich sorgt genau dieses Zusammenspiel aus Datenreduktion und Netzwerkoptimierung für die Einsparungen im Firmenbudget. Allerdings muss man vorsichtig sein: ZFS kann auch nicht zaubern und nur das komprimieren, was sich noch komprimieren lässt. Viele unstrukturierte Daten wie Bilder als JPEG, MP3-Dateien oder Videos im MPEG-Format sind es bereits und lassen sich nicht weiter reduzieren in der Größe.

Für die Wiederherstellung werden Metadaten (und wahrscheinlich Snapshots) genutzt, um Zeit zu sparen. So oder so sind Backups mit DATIS nach der ersten Vollsicherung immer nur noch inkrementell.

DATIS von Inspeere basiert auf ZFS.

Aus Sicherheitsgründen sollte die Verschlüsselung von Daten sowohl bei der Ablage als auch beim Transport (und am besten noch bei der Verarbeitung) mittlerweile der Standard sein. ZFS unterstützt das schon lange – und hat weitere Vorteile. Checksummen erlauben die Prüfung von Integrität und Vollständigkeit der Daten.

Quellen können auch Virtuelle Maschinen oder Container sein. Als Ziele werden neben den eigenen DATIS-Boxen u. a. S3-fähige Speicher unterstützt. Integrationen gibt es z. B. für NextCloud. Bei den Backuplösungen ist es das im universitären Umfeld gern genutzte UrBackup.

Hervorgegangen ist die verteilte Speichertechnologie aus der universitären Forschung, dem Labor I3S der Universität Cote d’Azur. Mit AES256 verfügt die Lösung über eine starke Verschlüsselung. Die selbstentwickelten Technologieerweiterungen sind nach eigener Aussage proprietär. Das ist schade, zumal es gerade für Loadbalancing und Bandbreitenoptimierung exzellente Open-Source-Bausteine gibt.

Die Idee, Peer-to-Peer für Backups zu nutzen, ist nicht neu. 2001 forschte das MIT zu dem Thema. 2013 stellten Studierende der finnischen Aalto-Universität mit PeerVault eine ähnliche Lösung vor. Kommerziell bieten Acrosync mit Duplicacy oder Resilio bereits Lösungen an. Duplicacy ist zudem quelloffen. Neuere Marktteilnehmer wie FileCoin oder Storj adressieren ihren Ansätzen eine neue Generation Backup- und Storage-Administratoren bzw. Service Provider.

Inwieweit Unternehmen sich überhaupt darauf einlassen wollen, Ihre Backups irgendwo zu speichern, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Vertrauensfrage ist zentral, wenn es um die Sicherheit und den Schutz von Daten geht.

Inspeere-CTO Olivier Dalle stellte die Technologie im Dezember während der IT Press-Tour in Madrid vor.
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